Gefährdungsbeurteilung: Update der Prüfkataloge (04072016)

04. Juli 2016

RiKA – Kurzanalyse für die Arbeitsgestaltung (Gefährdungsbeurteilung psychische Belastungen)

Der Prüfkatalog für die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen wurde um die von riskoo entwickelte Kurzanalyse für die Arbeitsgestaltung, kurz RiKA, erweitert. Es handelt sich dabei um ein orientierendes Verfahren, dass heißt der Arbeitsplatz oder die Tätigkeit kann bspw. von der Führungskraft bewertet wird.

Neben der Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen an eine Gefährdungsbeurteilung nach § 5 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), kann eine arbeitspsychologische Bewertung nach dem Job-Demand-Control-Modell (Karasek & Theorell, 1990) und eine orientierende Auswertung nach den Frankfurt Emotion Work Scales, FEWS (Zapf et al., 1999; 2003) erfolgen.

Folgende Handlungsfelder werden in 44 Fragen durch die Kurzanalyse für psychische Belastungen erfasst:

  1. Gestaltung der Arbeitsaufgabe
  2. Handlungsspielraum und Kurzpausen
  3. Abwechslung und Tätigkeitswechsel
  4. Verantwortung und Qualifikation
  5. Emotionsarbeit
  6. Arbeitszeiten und Schichtdienste
  7. Zeiterfordernisse und Arbeitsintensität
  8. Störungen und Kommunikation
  9. Soziale Beziehungen
  10. Belastungen aus der Arbeitsumgebung

Die theoretische Fundierung von RiKA – riskoo Kurzanalyse für die Arbeitsgestaltung erfolgte durch:

  • LASI-Veröffentlichung 52 – Integration psychischer Belastungen in die Beratungs- und Überwachungspraxis der Arbeitsschutzbehörden der Länder
  • Grundsätze und Anforderungen an Verfahren zur Messung und Erfassung der psychischen Arbeitsbelastung DIN ISO 10075-3
  • Belastungs-Beanspruchungs-Konzept und DIN EN ISO 10075-1
  • Handlungstheorie (HACKER, 1998);
  • Emotionsarbeit (HOCHSCHILD, 1990; MORRIS & FELDMANN, 1996)